Audi forscht für die Elektromobilität

14.04.2016

Rund 1,4 Millionen Kilometer: Audi hat beim Schaufenster Elektromobilität weitreichende Erfahrungen gesammelt. In dem vierjährigen Förderprogramm von Bundesregierung und Automobilindustrie engagierte sich die Marke mit 80 Audi A1 e-tron-Prototypen und 40 serienmäßigen Audi A3 Sportback e-tron. Dabei haben die Versuchsteilnehmer das elektrische Fahren als neue und sehr attraktive Mobilitätsform schätzen gelernt.

Vor der Ergebniskonferenz, die an diesem Donnerstag in Leipzig beginnt, zieht Audi eine positive Bilanz seiner beiden Engagements. Beim Audi A1 e-tron, einem Prototypen-Elektroauto mit Range Extender, gewannen die Nutzer rasch Vertrauen in die Technik, so dass sie die rein elektrische Reichweite intensiv ausnutzten. Am Ende lag der Anteil, den die Versuchsteilnehmer rein elektrisch zurücklegten, bei 87 Prozent.

In der zweiten Welle des Förderprogramms Schaufenster Elektromobilität waren die Probanden in den 40 Audi A3 Sportback e-tron im Schnitt zu rund 70 Prozent im Elektro-Betrieb unterwegs. Obwohl sich die Kompaktmodelle mit ihrer Plug-in-Hybridtechnik auch gut für Langstrecken eignen, legten die Testfahrer pro Tag meist weniger als 50 Kilometer zurück. Damit blieben sie im Bereich der elektrischen Reichweite. Etwa die Hälfte aller Fahrten war im Versuchsalltag der Nutzer sogar kürzer als 10 Kilometer. Ein Testteilnehmer mit besonders effizienter Fahrweise tankte im Zeitraum von fünf Monaten nur ein einziges Mal, sein Test-Audi schaffte 7.700 Kilometer.

Unterm Strich, so das Fazit von Audi, standen die Versuchsteilnehmer der sauberen, leisen und progressiven Elektromobilität sehr positiv gegenüber. Allerdings hing der Grad ihrer Zufriedenheit stark davon ab, wie komfortabel sie laden konnten.

Die meisten Nutzer wünschen sich hier eine flächendeckende Infrastruktur und generell eine stärkere Förderung der Elektromobilität durch die Politik. Die Marke mit den Vier Ringen forciert den Aufbau einer Lade-Infrastruktur - in den Garagen der Kunden als auch auf den Mitarbeiter-Parkplätzen in den Werken. Darüber hinaus arbeitet Audi gemeinsam mit Partnern in Richtung eines europaweiten öffentlichen Schnelllade-Netzes mit Gleichstrom.

Parallel dazu baut Audi die Palette seiner e-tron-Modelle, die Strom an der Steckdose laden können, aus. " Audi A3 Sportback e-tron und Audi Q7 3.0 TDI e-tron quattro sind bereits bestellbar", sagt Dr. Stefan Knirsch, Vorstand für Technische Entwicklung. "Bis 2018 haben wir fünf Plug-in Hybrid Modelle im Angebot, und bringen einen rein elektrisch angetriebenen SUV mit mehr als 500 Kilometern Reichweite auf dem Markt."

Das Programm Schaufenster Elektromobilität ist eine gemeinsame Initiative von Bundesregierung und Automobilindustrie. Dabei förderten vier Ministerien 90 Einzelmaßnahmen in vier Regionen Deutschlands. Als einer der ersten Automobil-hersteller engagierte sich Audi schon beim Start 2012 in sechs Projekten und stellte dafür eine Flotte von 80 Audi A1 e-tron-Prototypen bereit. Sie waren mit Datenauf-zeichnungsgeräten ausgerüstet. Das Ziel war, zu ermitteln, welche Erwartungen die Versuchsteilnehmer an die Elektromobilität haben und wie diese im Alltag erfüllt werden.

Die erste Projektphase mit dem Audi A1 e-tron dauerte ein Jahr und brachte mit mehr als 550.000 Test-Kilometern wertvolle Erkenntnisse. In Berlin, Nürnberg, München, Stuttgart, Ingolstadt und Garmisch-Partenkirchen untersuchte Audi je eine spezielle Fragestellung. Dabei ging es unter anderem um ein neues System für die Lade- und Kommunikationsinfrastruktur sowie um das Zusammenspiel mit der Versorgung von Wohnhäusern mit Ökostrom.

Im April 2015 erweiterte die Marke mit den Vier Ringen ihr Engagement beim Schaufenster Elektromobilität: In Berlin, München und Stuttgart gingen 40 serienmäßige Audi A3 Sportback e-tron an den Start. Bis März 2016 legten sie insgesamt rund 805.000 Kilometer zurück und sammelten unter anderem Erkenntnisse zu den Themen Ladeinfrastruktur an öffentlichen Straßen und Nutzungsverhalten von Pendlern sowie gewerblichen Lieferdiensten.

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