Hermann Maier:
„Er lebt das einfach“
In einer Aufarbeitung des vergangenen Kitzbühel-Wochenendes erkundigt sich Michaela Kirchgasser bei Hermann Maier über die Erfolgsfaktoren für einen Streif-Sieg und nach seinen persönlichen Schlüsselstellen. Außerdem wird über Shootingstar Giovanni Franzoni, Marco Odermatt, die Dominanz der Schweizer und die Unterschiede zu Maiers aktiven Zeiten geplaudert.
Datum: 28.01.2026 - Lesezeit: 2 min
Hermann, was braucht es für einen Abfahrtssieg in Kitzbühel?
„Natürlich Mut und definitiv Entschlossenheit. Um es zu gewinnen, ist auch ein Quäntchen Erfahrung sicherlich nicht schlecht.“
Welche Schlüsselstellen haben dir am meisten Respekt abverlangt?
„Steilhangausfahrt, da muss der Ansatz ganz genau passen und unten die Kompression, da waren oft die Sichtverhältnisse das Thema. Man weiß nie genau: Wann greift der Ski, wann greift er nicht? Das ist für einen Skifahrer immer ein bisschen ein ungutes Gefühl.“
Der Abfahrtssieg in Kitzbühel war sicherlich hart erarbeitet.
Was macht Abfahrtssieger Giovanni Franzoni aktuell besser als die anderen?
„Er ist noch kein Taktiker, das ist das Schöne. Er ist noch jung und relativ frisch dabei, da hat man noch seine gesamte Leidenschaft. Die Arrivierten sind schon etwas taktisch unterwegs, das ist der Vorteil von einem Giovanni Franzoni, der das einfach lebt.“
Was würde der Hermann Maier von damals mit dem Material von heute ausrichten?
„Ich glaube das gleiche wie früher. Wenn ich mir den Marco Odermatt und meine Rennen von früher anschaue, dann sehe ich nicht viel Unterschied. Es ist ziemlich ähnlich. Er hat in Kitzbühel in der Abfahrt bis jetzt noch nicht gewonnen, jetzt zum zweiten Mal im Super-G triumphiert. Bei mir war es so dermaßen gleich, das ist fast schon ein wenig beängstigend. Auch von der Handhaltung und dem Ganzen, man kann sich da wahnsinnig gut hineinversetzen.“
Du bist im Super-G mit fünf Siegen in Kitzbühel die unangefochtene Nummer 1. Was war dein Erfolgsgeheimnis auf diesem Hang?
Im Endeffekt sind mir gewisse Schwünge richtig gut gelungen, wo ich enormen Speed mitgenommen habe. Wenn man die richtig erwischt hat, dann ist man halt schnell gewesen.“
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